Weil die Magieaufsicht Magier verfolgt, bringt bereits Nonas gut gemeinte Reparatur sie in Gefahr. In der offiziellen Inhaltsangabe von Band 1 bessert sie die Brille ihrer Freundin Lovi mit Magie aus. Gerade dadurch wird die Behörde auf sie aufmerksam.[1] Eine Brille repariert, das eigene Leben auf den Kopf gestellt – bitterer lässt sich der Einstieg kaum zuspitzen.
Was hat Nona überhaupt getan?
Nona lebt mit ihrer Mutter unter Menschen und verbirgt, dass sie Magie nutzen kann. Die reparierte Brille ist kein Angriff, sondern Hilfe für eine Freundin. Trotzdem nimmt die Behörde, die Magier verfolgt, sie ins Visier.[1] So macht die Handlung von Anfang an klar: Nicht erst Gewalt, schon die erkennbare Fähigkeit kann gefährlich werden.
Giirus Angriff: Was zeigt das magische Werkzeug wirklich?
Band 3 zeigt Giiru, einen Menschen, der Nona und Miramira mit einem magischen Werkzeug angreift. Dabei erfahren sie, dass Raloud selbst ein Magier ist; sie fliehen mit dem bewusstlosen Raloud.[2] Der Angriff belegt die Nutzung eines solchen Werkzeugs, nicht dessen rechtliche Zulassung. Aber der Widerspruch bleibt: Nona gerät durch eine Hilfeleistung in Gefahr, während Magie zugleich als Waffe auftaucht.
Die Halskette führt den Gedanken weiter
Nach der Flucht will Nona Ralouds beschädigte Halskette an der Tasche festnähen. Als die Nadel sie durchdringt, erlebt sie die Vergangenheit von Raloud und Giiru.[2] Schon wieder löst eine kleine Reparatur etwas Großes aus. Vielleicht ist in WITCHRIV nicht die Magie das Beunruhigendste, sondern die Macht darüber, wer sie einsetzen darf. Eine Brille und eine Halskette erzählen davon mehr als so mancher Zauberspruch.
[1] https://www.shueisha.co.jp/books/items/contents.html?jdcn=08X10000000068474600 [2] https://www.shueisha.co.jp/books/items/contents.html?jdcn=08X10000000072625400
