Warum muss man mitten im Artikel auf „Weiter“ klicken?

So funktionieren die Lesehilfen

Anhören liest den Artikel vor. Schnelllesen zeigt Wortgruppen im gewählten Tempo. Sprachübungen vergleichen verfügbare Übersetzungen. Speichern legt ein Lesezeichen in diesem Browser an, das du in der Merkliste des Players wiederfindest. Breakout macht die Wörter des Artikels zu Steinen, die du abräumst.

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Warum muss man mitten im Artikel auf „Weiter“ klicken?
KI-generiertes Bild
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Gerade wird der Text spannend, da steht plötzlich „1 2 Weiter“. Wie bitte? Mitten im Artikel eine Schranke? Man wollte lesen, nicht alle paar Absätze einen kleinen Webseiten-Führerschein machen.

Was der zusätzliche Klick bringt

Wird ein Artikel auf zwei Seiten verteilt und öffnet jemand beide, zählt die Website zwei Seitenaufrufe. Je nach Werbeeinbindung kann auf der zweiten Seite auch eine weitere Anzeige ausgeliefert werden. Für die Betreiber sieht das gut aus: mehr Zahlen, ohne eine neue Geschichte schreiben zu müssen.

Für Leserinnen und Leser bedeutet die Schaltfläche hingegen eine Unterbrechung. Wer einfach weiterscrollen würde, muss nun entscheiden, ob der Rest einen weiteren Klick wert ist. Manche schließen an dieser Stelle den Tab.

Nicht jede Seitenteilung ist Unsinn

Eine Geschichte künstlich zu zerschneiden ist etwas anderes, als einen sorgfältig recherchierten Beitrag nur Abonnenten anzubieten. Auch lange Artikellisten lassen sich sinnvoll auf mehrere Seiten verteilen. Ein riesiger Bildbericht kann in Abschnitten sogar übersichtlicher sein.

Entscheidend ist, ob die Teilung dem Lesen hilft oder nur der Statistik.

Gleiche Aufrufzahl, andere Erfahrung

Jemand öffnet den zweiten Teil und geht. Eine andere Person liest den vollständigen Artikel und entscheidet sich anschließend für einen verwandten Beitrag. Beides ergibt zwei Seitenaufrufe, aber nicht dieselbe Art von Interesse.

Darum sollte man auch prüfen, ob Texte zu Ende gelesen werden, ob Besucher weitere Themen entdecken und später wiederkommen. Anzeigen einfach automatisch neu zu laden, ist ebenfalls keine freie Wahl; dafür gelten die Regeln des jeweiligen Werbedienstes.

Die Geschichte gehört an einem Stück erzählt

Lässt sich ein Text problemlos hintereinander lesen, sollte er nicht unnötig geteilt werden. Eine passende Empfehlung am Ende lädt freiwillig zum Weiterlesen ein.

Am Ende des Flurs eine interessante Tür zu öffnen ist besser, als mitten im Flur eine Mautstation aufzustellen.

Quellen (2)

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