Beim Packen taucht eine alte Sammelfigur auf. Die Amazon-Verkäufer-App erkennt das Produkt sofort. Prima, jetzt muss es nur noch verkauft werden!
Auf dem nächsten Bildschirm steht allerdings: Für den Verkauf ist eine Genehmigung nötig. Ein Produkt zu erkennen und es tatsächlich anbieten zu dürfen, sind zwei verschiedene Dinge. Aus dem Entrümpeln wird plötzlich ein Crashkurs im Onlinehandel.
Ein Buch ist leicht, ein ganzer Karton nicht
Dreißig Bücher in einem Karton? Glückwunsch zum neuen Fitnessgerät. Wer jedes Buch einzeln verkaufen will, muss fotografieren, beschreiben, Fragen beantworten, verpacken und verschicken. Der Umzug droht zum Nebenjob als Antiquariat zu werden.
Der Angebotspreis ist zudem nicht der Erlös. Gebühren, Versand, Verpackung, Zeitaufwand und Lagerplatz zählen mit. Während man auf Käufer wartet, stapeln sich die Dinge ausgerechnet dort, wo Platz entstehen sollte.
Drei Wege sind besser als hundert Kleinanzeigen
Einzeln anbieten sollte man nur, was einen nennenswerten Marktwert hat und unkompliziert zu versenden ist – etwa bestimmte Spiele oder seltene Bücher. Tatsächliche Verkaufspreise sind aussagekräftiger als optimistische Inserate.
Gemeinsam abgeben lassen sich gewöhnliche Bücher und größere Mengen. In Japan ist BOOKOFF eine Möglichkeit; Annahmebedingungen und Ankaufspreise hängen vom Geschäft ab. Oft gibt es weniger Geld pro Stück, dafür ist der Stapel sofort weg.
Verschenken oder korrekt entsorgen ist sinnvoll, wenn sich der Verkauf einfach nicht lohnt. Dabei gelten die örtlichen Regeln für Mülltrennung und Recycling.
FBA nimmt Arbeit ab, aber nicht jedes Problem
Amazon FBA kann für zugelassene Ware nach der Anlieferung die Lagerung und Auftragsabwicklung einschließlich Versand übernehmen. Verkaufsberechtigung, Gebühren und Vorgaben für die Einlieferung bleiben jedoch relevant. Ein erfolgreich gescannter Artikel ist noch lange kein freigegebenes Angebot.
„Produkt gefunden!“ – „Verkauf leider nicht erlaubt!“ Zwei Meldungen, ein ziemlich gemeiner Witz.
Das Ziel lautet: fertig umziehen
Nur wenige wertvolle Dinge einzeln verkaufen, den Rest möglichst gebündelt loswerden. Die entscheidende Frage ist nicht allein „Wie viel bekomme ich?“, sondern „Wie viel Zeit kostet mich der Aufpreis?“
Das neue Zuhause soll mehr Bodenfläche haben, nicht mehr offene Versandaufträge.
