Ja: Aufbereitetes Leitungswasser aus der öffentlichen Versorgung ist in Japan in der Regel trinkbar und deutlich günstiger als täglich gekaufte Flaschen. Prüfen Sie trotzdem örtliche Hinweise und die Leitungen im Gebäude. Wer jeden Tag Tee zubereitet, kann mit einem Glas Wasser auch den ganzen Brühvorgang streichen.
Die Teekanne ist leer – und soll schon wieder gespült werden. Eine Wasserkaraffe im Kühlschrank spart das Aufbrühen, nicht das Spülen. Flaschen sparen Geschirr, bringen aber Einkauf, Schleppen und leere Verpackungen.
Ist Wasser aus dem Hahn immer trinkbar?
Dieser Vergleich betrifft aufbereitetes öffentliches Leitungswasser in Japan. Achten Sie trotzdem auf aktuelle Mitteilungen Ihres lokalen Versorgers und mögliche Probleme mit Hausleitungen. Für Deutschland oder andere Länder gelten eigene Preise und Hinweise. Bei einer Trinkwasserwarnung haben die örtlichen Behörden Vorrang. Abkochen kann Krankheitserreger abtöten, entfernt aber keine gefährlichen Chemikalien. War der Wasserhahn mehrere Tage nicht in Gebrauch, verwenden Sie das erste Wasser lieber zum Putzen als zum Trinken. Die Stadt Kawaguchi empfiehlt nach mindestens drei Tagen Abwesenheit, die ersten rund zehn Liter anderweitig zu nutzen; maßgeblich sind die Hinweise des örtlichen Versorgers.
Auch gekühltes Wasser hält nicht unbegrenzt. Füllen Sie trinkbares Leitungswasser in ein sauberes, verschließbares Gefäß, stellen Sie es kalt und gießen Sie es zum Trinken in ein Glas. Füllen Sie alte Reste nicht ständig nach. Tokios Wasserversorger weist darauf hin, dass Filtern oder Abkochen vor dem Lagern die schützende Chlorwirkung verringert. Hinweise zur Notbevorratung bedeuten nicht, dass eine angebrochene Karaffe ewig frisch bleibt.
Wie viel günstiger ist Leitungswasser als Flaschenwasser in Japan?
Die Stadt Ibaraki in der Präfektur Osaka hat eine konkrete Rechnung veröffentlicht (aktualisiert am 29. Januar 2025). Bei einem Haushalt mit 20 m³ Verbrauch pro Monat und einem 20-mm-Zähler kostet Leitungswasser im Durchschnitt 0,121 Yen pro Liter. Das Beispiel für Flaschenwasser liegt bei 124 Yen für zwei Liter, also 62 Yen pro Liter. Unter genau diesen Bedingungen kostet Leitungswasser nur etwa ein 512stel. Eine solche Zwei-Liter-Flasche täglich würde sich im Jahr auf 45.260 Yen summieren – plus Einkauf und Transport.
Die 0,121 Yen gelten für Ibarakis Rechenbeispiel, nicht als einheitlicher Haushaltstarif. Grundgebühr, Verbrauchsstufen und gegebenenfalls Abwassergebühren beeinflussen die Rechnung. In Yokkaichis Wasserabschluss für 2024 stehen dagegen 185,85 Yen Einnahmen je 1.000 Liter Wasser, für das Einnahmen erzielt wurden. Das ist eine andere betriebswirtschaftliche Kennzahl, kein zweiter Haushaltstarif. Wer seine eigenen Kosten abschätzen will, sollte die örtliche Preistabelle verwenden.
Welche Arbeit soll wegfallen?
Keine Lust mehr, die Teekanne zu spülen? Trinkbares Leitungswasser direkt ins Glas füllen. Lieber kalt? In einem sauberen, verschlossenen Gefäß kühlen oder Eiswürfel ins Glas geben; das Gefäß muss regelmäßig gereinigt werden. Wer eine kleine Flasche direkt austrinkt, spart das Glas. Aus einer geöffneten Zwei-Liter-Flasche immer wieder direkt zu trinken, kann jedoch Keime aus dem Mund ins restliche Wasser bringen. Japans Kommission für Lebensmittelsicherheit rät dazu, bei mehreren Portionen ins Glas zu gießen und angebrochene Getränke bald aufzubrauchen. Einkaufen, Tragen und Verpackungsmüll bleiben trotzdem.
Tee lohnt sich an Tagen, an denen Sie wirklich Tee möchten. Für den normalen Durst muss keine Teeküche Schichtdienst machen.
Quellen: Yokkaichi: Jahresabschluss 2024, WHO: Trinkwasser, CDC: Wasserwarnungen.
Wasserversorgung Tokio: Aufbewahrung
Japans Kommission für Lebensmittelsicherheit: offene Flaschen
Japans Digitalagentur: Definition der durchschnittlichen Wassererlöse
Yokkaichi: Wassertarife für Haushalte
Japanische Fremdenverkehrszentrale: Trinkwasser
Kawaguchi: Leitungswasser nach längerer Abwesenheit
Stadt Ibaraki: Preisvergleich Leitungs- und Flaschenwasser
Japanisches Umweltministerium: Qualitätsstandards für Leitungswasser
